Der
Ort, in dem das Seminar stattfand, war schwer zu erreichen, aber umso
schöner, vier Busstunden entfernt. Für mich besonders beeindruckend
hier in Litauen ist der Sternenhimmel, so etwas bekommt man in Berlin
ja nicht zu sehen. Er leuchtete dort besonders eindrucksvoll.
Der
Sternenhimmel über Daugirdiškės
Es
waren sehr schöne Tage: das erste Lagerfeuer des Jahres, Saunaabend
und vor allem endlich mal wieder Gleichaltrige. Wir beschlossen
spontan, alle im Anschluß an das Seminar nach Vilnius zu fahren. Das
Gefühl, wieder in einer Stadt zu sein, war schier unglaublich. Und
dann auch noch in so einer schönen. Seht selbst.
Fußgängerzone
Zentraler Platz
Kathedrale
Sankt Stanislaus
Wenn
man Freiwilliger ist, kann man ohne große Probleme bei anderen
Freiwilligen übernachten. Das ist definitiv eine der besten Seiten
des EFD. Nicht nur, daß ich so kostengünstig das ganze Land
bereisen kann, ich kann mich auch auf einen Gegenbesuch freuen, da
Gleichaltrige wie gesagt rar gesät sind.
Eine
der Sehenswürdigkeiten Vilnius' ist die Künstlerkolonie Užupis,
die sich selbst als Republik bezeichnet, sogar mit eigener
Verfassung.
Und
hier ein Foto von mir mit Menschen, damit ihr wißt, wie ich gerade
aussehe.
Zurück
hier ist mir erst mal die Decke auf den Kopf gefallen, ich habe die
Gegenwart der anderen schon sehr genossen. Ich werde jetzt wohl mehr
herumreisen, als ich bisher vorhatte, allerdings ist der ÖPNV hier
sehr lahm. Tja, geht nicht anders.
Gestern
habe ich ein lustiges Wort kennengelernt, bzw. eigentlich wußte ich
schon in Deutschland, daß es das geben muß, aber jetzt weiß ich es
sicher. „voveraitė“ heißt entweder Eichhörnchen oder
Pfifferling. Das ist jetzt nur für Berliner witzig.
Heute
schließlich haben wir (endlich) unsere Präsentationen vor
Gymnasiasten gehalten, einmal vor größeren (12. Klasse) und dann
vor kleineren (7. Klasse). Entgegen meiner Vermutung stellten viele
Fragen, gerade auch die Siebtkläßler, es war wirklich nett. Einige
gerade der Älteren wollen sich mit uns treffen, um Englisch mit uns
zu sprechen. Als ich etwas auf deutsch sagen sollte, deklamierte ich
das Gedicht „Verkehrte Welt“ von Christian Morgenstern. Die
Lehrerin meinte, es habe sich sehr weise angehört. Dann habe ich
mich noch der Musiklehrerin vorgestellt, um ihr mein Projekt eines
Barbershop-Ensembles vorzustellen. Wie jeder Mensch vor ihr konnte
sie mit dem Wort Barbershop nichts anfangen, ist aber grundsätzlich
offen für Neues. Es wird hier noch sehr spannend werden, glaube ich!
Wörter
zum Mitlernen:
Laba
diena!: Guten Tag!
mokykla:
Schule
voveraitė:
Eichhörnchen/Pfifferling